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Wildlife-Workshop · Wolf-Dieter Peest, Stefan Ott, Peter Ernszt

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Futter- und Fotoplatz für Vögel

Wer kennt sie nicht, die mehr oder weniger schönen Futterhäuschen, die ab Herbst überall angeboten werden? Stefan Ott zeigt eine für Naturfotografen geeignetere Lösung.

Wer kennt sie nicht, die mehr oder weniger schönen Futterhäuschen, die ab Herbst überall angeboten werden? Sicherlich – ihren Sinn erfüllen alle, und für die reine Beobachtung und als Naturschutzmaßnahme eignen sich die käuflichen Modelle in der Regel schon. Aber wir Naturfotografen legen ja bei der Bildgestaltung unser Augenmerk auch auf ein natürlich wirkendes Umfeld, und das ist bei strohgedeckten Futterhäuschen oder Futtersilos aus Plexiglas doch eher nicht gegeben. Was also liegt näher, als sich einen Futterplatz aus natürlichen Materialien selbst anzulegen? Der Platz- und Materialbedarf wird dabei nur von der zur Verfügung stehenden Größe des Gartens oder Balkons bestimmt.

Futterplatz für Vögel

Im Bild oben habe ich mir im Garten einen Futterplatz für Singvögel und Spechte angelegt. Dazu habe ich mir auf einer alten Streuobstwiese einen toten Apfelbaum geholt, den ich mit alten Wasserrohren und Schellen an einer vorhandenen Gartenmauer befestigt habe. Die Äste habe ich in verschiedenen Positionen am Stamm angebracht. In geeigneter Entfernung – bei 300-mm Brennweite sind das ca. 3 m, bei 600 mm Brennweite ca. 6 Meter – habe ich mir ein Fotoversteck gebaut. Es besteht aus Vierkanthölzern, aus denen ich Pfosten und Kameraauflage erstellt habe. Verkleidet wird das Ganze mit alter Bundeswehrzeltplane und Tarnnetz. Als Dach dient eine alte Spanplatte, die ich mit Dachpappe bezogen habe. Die Vögel gewöhnen sich an diesen Festaufbau recht schnell, und er ist natürlich auch komfortabler wie ein Tarnzelt.

Fotoversteck am toten Baum

Gefüttert wird mit gemischtem Körnerfutter, das man im Baumarkt, im Zoomarkt oder auch bei den örtlichen Landhandelsketten bekommt. Ich bevorzuge eine Mischung aus 80% Sonnenblumenkernen und 20% verschiedene Kleinsaaten. Mein Futtersilo, den ich natürlich verdeckt angebracht habe, besteht aus einem Stück HT-Rohr mit Deckel, ebenfalls im Baumarkt erhältlich. Das Rohr gibt es in verschiedenen Durchmessern, so dass man die Futtermenge variieren kann. Der Deckel ist im übrigen absolut notwendig, um ein Durchnässen und Schimmeln des Futters zu verhindern. Die Unterseite des Rohres wird ein wenig eingesägt und das Ganze dann auf ein Holzbrett montiert. Die Körner rutschen dann immer nach. Für Spechte und auch manche Singvögel ist es reizvoller, wenn man das Körnerfutter in vorhandene Auskerbungen der Äste einbringt. Man kann es natürlich einfach einstreuen, aber besser ist es, die Körner mit Rindertalg zu mischen und dann in die Fugen zu streichen. Den Rindertalg erwärmt man, gibt die Körner bei und kann dann die Masse wie Teig verwenden - allerdings nur solange sie noch warm ist.

Körnerfutter und Futterrohr

Beim Aufbauen des Futterplatzes sollte man darauf achten, dass man zu verschiedenen Tageszeiten – sprich Sonnenständen – dort fotografieren kann. Der oben gezeigte Apfelbaum eignet sich nur für Fotos am Vormittag. Deshalb habe ich mir gleich noch einen zweiten Platz angelegt, an dem ich mit mobilem Tarnzelt den ganzen Tag über mit dem Sonnenstand wandern kann. Wer keinen großen Garten oder nur einen Balkon zur Verfügung hat, braucht auf einen Futterplatz dennoch nicht zu verzichten. Ein arm- bis fingerdicker schön geformter Ast, am besten mit Moos und Flechten bewachsen, lässt sich meist problemlos am Balkongeländer anbringen. Dazu noch ein Futtersilo, wie er beispielsweise von der Fa. Schwegler angeboten wird, und schon kommen Ihre Motive direkt auf Ihren Balkon! 

Kleiner Futterplatz

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