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Wildlife-Workshop · Wolf-Dieter Peest, Stefan Ott, Peter Ernszt

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Berlebach Stativ Report 8003

Ein nützliches Utensil aus der Ideenschmiede Rainer Burzynski, vorgestellt von Stefan Ott.

Selten habe ich in der Welt der Fotografie ein solch pfiffiges, nützliches und effektives Hilfsmittel gesehen wie die Burzynski-Telestütze. Für mich unverständlich, warum dieses großartige Zubehörteil so wenig Verbreitung erfahren hat. Für die Hersteller großer schwerer Stative jedoch ein Segen.... 

Burzynski Telestuetze

Als ich mir endlich die begehrte große Linse leisten konnte - damals das Canon 2.8/400 L IS - reichte das Geld nicht mehr für ein schweres Stativ und den entsprechenden Kopf. Ausserdem war ich sowieso der Meinung, ein Manfrotto 055 und ein FLM 58 reichten aus, um verwacklungsfreie Bilder hinzukriegen. Bei einem Treffen mit dem Naturfotografen Otto Machill hatte ich dann die Gelegenheit, meine Kamera-Objektivkombination auf seinem Sachtler zu testen. Zu meinem Leidwesen musste ich feststellen, dass ich durch mein zu schwaches Stativ deutlich an Qualität einbüsste. Es fehlte einfach immer der letzte Tick Schärfe. Im Prinzip wusste ich das ja schon aus Pölkings Büchern, aber man glaubt es ja erst, wenn man es selbst sieht. Anfangs experimentierte ich - wie bei Pölking gelesen - mit einem zusätzlichen Einbeinstativ unter der Kamera. Für unbewegte Motive ging es ja gerade noch so, aber es war schon recht umständlich.
Während ich also noch auf das erwähnte große Stativ sparte, fiel mir Burzynskis Katalogheftchen in die Hände. Dort las ich über eine sogenannte Telestütze. Nun, 150 Euro erschienen mir nicht gerade ein Pappenstiel für ein Stäbchen mit Schraube zu sein, aber was soll's - flugs wurde das Teil bestellt.
Etwas ungläubig habe ich schon geschaut, als ich das Ding dann endlich in den Händen hielt - ich hatte mir das irgendwie größer, stabiler und einfach anders vorgestellt. Schnell stellte ich aber fest, dass hier ein genialer Tüftler am Werk gewesen war. Genau wie Rainer Burynski es mir beschrieben hatte: Die Kamera lässt sich damit horizontal und vertikal schwenken und ist dennoch sicher abgestützt. Ich werde versuchen, im Folgenden die Funktionalität zu beschreiben, aber eigentlich muss man das Teil mal in der Praxis gesehen haben...

Burzynski Telestuetze


Befestigt wird die Telestütze an der Stativschraube der Kamera. Der Kugelkopf unter der großen Rändelschraube ist sehr stabil und leichtgängig. Seine Beweglichkeit lässt sich sogar durch eine Madenschraube noch beeinflussen. Am Kugelkopf angebracht ist eine zweiteilige Teleskopstange, die sich von 30 cm auf 60 cm ausziehen lässt. Am unteren Ende der Stange sitzt die Stativbefestigung, eine Aluführung mit zwei Klettbändern. Damit kann die Stütze an alle möglichen Stativbeine angepasst werden. Für den Fall, dass es sich um extrem dünne oder extrem dicke Stativbeine handelt, liefert Burzynski noch einen Gummizug mit. Damit ist man dann wirklich für alle Fälle gerüstet. Das Teleskoprohr ist an der Stativbefestigung mit einem Kugellager angebracht. Dieses ermöglicht seitliche und Vorwärts-Rückwarts-Bewegungen, hält aber nach unten sicher fest.Das Kernstück der Telestütze ist die Teleskopstange: Das innere, kleinere Rohrstück ist nämlich von einem blauen Dämpfungskunststoff ummantelt. Mit der Schraube stellt man den Wirkungsgrad der Dämpfung ein - so fest, dass die Kamera/Objektivkombination im Ruhezustand gerade noch gehalten wird. Nun kann man die Kombi beliebig nach oben oder unten bewegen. Lässt man los, steht sie sofort sicher fest. Die Bewegung nach links oder recht wird durch den Kugelkopf bzw. das Kugellager ermöglicht.Mit der beschriebenen Telestütze lassen sich also fast alle Aufnahmesituationen in der Naturfotografie bewältigen. Ein Mitziehen ebenso wie schnelle Schwenks, bei gleichzeitiger Abstützung in der Vertikalen. Die Schwingungen durch den Spiegelschlag und ähnliche Vibrationen werden damit wirkungsvoll bekämpft. Natürlich ist man damit nicht völlig frei in seinen Bewegungen und man führt ein zusätzliches Ausrüstungsteil mit sich. Jedoch kann man damit auch noch in schwierigen Situationen mit langen Belichtungszeiten verwacklungsfrei fotografieren.

Mein persönliches Fazit:

Ich bin mir sicher - mit etwas mehr Werbung seitens des Erfinders und eines besseren Marketings wäre dieses nützliche Teil wesentlich weiter verbreitet als es heute ist.

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